Letzte Aktualisierung am: 7. Oktober 2024
Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten
Neben dem bekanntesten Torrent-Netzwerk BitTorrent existieren weitere, die das Tauschen von Daten nach dem gleichen Prinzip ermöglichen. EDonkey ist eine dieser Alternativen zum Original. Auch hier werden bestimmte Filesharing-Programme (Torrent-Clients) benötigt, um Daten teilen zu können. Wie bei BitTorrent gibt es Clients, die nur unter einem Betriebssystem funktionieren und andere, die vielseitig einsetzbar sind. Zu den letzteren gehört mlDonkey, das darüber hinaus auch in fast allen Torrent-Netzwerken unterwegs sein kann.
Inhalt
FAQ zu mlDonkey
Die Nutzung vom mlDonkey für das Filesharing ist legal, sofern die geteilten Daten nicht urheberrechtlich geschützt sind. Eine Urheberrechtsverletzung durch unerlaubtes Filesharing kann eine Abmahnung nach sich ziehen.
Hierbei handelt es sich um eine zivilrechtliche Maßnahme, um eine außergerichtliche Einigung zu erzielen. Der Geschädigte kann mit diesem Schreiben unter anderem Schadensersatz fordern.
Eine Abmahnung für die rechtswidrige Nutzung von mlDonkey sollte nicht ignoriert werden. In einem solchen Fall ist es ratsam, sich an einen Anwalt zu wenden und mit diesem die weitere Vorgehensweise zu besprechen.
Wie genau funktioniert mlDonkey?
Damit mlDonkey unter Ubuntu, Windows und Mac gleichermaßen funktioniert, läuft das Programm als Serveranwendung. Diese wird dann durch verschiedene webbasierte Nutzeroberflächen (Web-Interface) gesteuert. Anwender suchen sich die passenden Interfaces und passen diese an ihre Bedürfnisse an.
Diese Trennung zwischen dem eigentlichen Programm und der Nutzeroberfläche macht mlDonkey unter den Filesharing-Programmen zu etwas Besonderem. Das gewählte Web-Interface verbindet den Rechner mit dem Kernprogramm, welches dann die Torrents nutzt, um die Inhalte aufzuspüren. So kann mlDonkey unabhängig von der Rechnerleistung agieren, da das Kernprogramm auf einem Server hinterlegt ist.
Durch Weiterentwicklungen ist mlDonkey auch im BitTorrent-Netzwerk sowie auf Overnet, FastTrack (Kazaa) oder Soulseek anwendbar. Die Unterstützung für alle Gnutella-Anwendungen wurde zwar mit den weiteren Aktualisierungen eingestellt, dennoch kann mlDonkey auch dort weiterhin genutzt werden.
Die Torrents suchen die eigentliche Datei und veranlassen das Herunterladen. Über mlDonkey werden die einzelnen Fragmente zum Schluss dann zu einer einzigen Datei zusammengesetzt, sodass die Nutzer diese verwenden können. Während des Downloads muss keine Verbindung zum Interface bestehen. Allerdings werden die Inhalte, die freigegeben sind, anderen im Netzwerk zum Herunterladen angeboten. Das heißt, Anwender werden gleichzeitig zum Anbieter, was rechtlich schwierig werden kann.
Droht eine Abmahnung bei mlDonkey?
Über mlDonkey einen Download durchzuführen oder Dateien mit anderen zu teilen, ist an sich nicht verboten. Der Client kann in Deutschland legal verwendet werden.
Sind die getauschten Inhalte allerdings urheberrechtlich geschützt, kann das rechtliche Konsequenzen haben.
Besitzen Nutzer nicht die Rechte an den Werken bzw. nicht die Erlaubnis, die Inhalte weiterzuverbreiten, handelt es sich um eine Urheberrechtsverletzung. Das kann sowohl eine Abmahnung als auch Schadensersatzforderungen zur Folge haben.
mlDonkey – kurz und kompakt
Die Peer-to-Peer-Software (P2P) mlDonkey, ursprünglich für Linux entwickelt, ist heute frei für alle Betriebssysteme verfügbar. Wie die meisten dieser Programme nutzt auch mlDonkey Torrent-Dateien, um Inhalte zu finden. Sind diese Werke urheberrechtlich geschützt, kann eine Abmahnung für den Download über mlDonkey sowie das Weiterverbreiten drohen.